Der Keto Lifestyle

Keto ist mehr als nur eine Ernährungsumstellung. Sie erfordert eine Anpassung des Lifestyles um nachhaltigen Erfolg zu erzielen. Das gute daran: Fast all diese Umstellungen haben einen positiven Einfluss auf Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Lebensgefühl im Allgemeinen.

In unserem heutigen Umfeld ist das alles andere als selbstverständlich.

Ketogene Ernährung im Zentrum

Das Nahrungsangebot ist heutzutage schier überwältigend. Vielen Menschen stellt sich die Frage:

„Wie genau sieht ein gesunder Lebenswandel aus?“

So manch eine Umstellung der Lebensweise erfordert Zeit und will gut durchdacht sein. Ein paar Dinge können Sie allerdings sofort umsetzen, während andere sich nach und nach automatisch einpendeln, wenn sie sich für den Keto-Lifestyle entscheiden.

Am Anfang ist es wichtig ein neues, gesundes Verhältnis zum Essen aufzubauen. Danach fallen die meisten schlechten Gewohnheiten rund um Ernährung und Lifestyle wie Dominosteine.

1. Gesunde Auswahl an Lebensmitteln

Essen Sie so viele verschiedene Lebensmittel wie möglich: Wenn Sie tagein, tagaus die immer gleichen Lebensmittel zu sich nehmen (monotones Essen), können Sie Lebensmittelallergien und -unverträglichkeiten selbst gesunden Produkten gegenüber entwickeln.

Da sie viele der verarbeiteten Lebensmittel und Kategorien wie Weizen weglassen, ist es umso wichtig sich über das ganze Spektrum der “erlaubten” Kategorien zu ernähren.

Jeden Tag Brokkoli und Steak wird nicht lange funktionieren und macht auch nicht lange Spass. Finden Sie neue Gemüsesorten, kombinieren Sie Fleisch, Fisch und Beilagen immer wieder neu. Es gibt auch in der ketogenen Diät unendliche Möglichkeiten, neue Geschmäcker und Gerichte zu entdecken.

2. Rohkost ist Trumpf

Setzen Sie reichlich Rohkost auf Ihren Speiseplan: Beim Kochen verliert Gemüse einen Großteil seiner Nährstoffe und büßt seine gesundheitsfördernden Eigenschaften ein. 

Besorgen Sie sich einen Gemüse-Garer (Slow Cooker). Fangen Sie die Brühe auf, die beim Garen in dem Gerät entsteht, und machen Sie Suppe daraus (oder trinken Sie sie).

Diese enthält wichtige Nährstoffe, die das Gemüse während des Garvorgangs an die Flüssigkeit abgegeben hat.

3. Regional einkaufen und Essen

Kaufen Sie regionale Produkte auf dem Markt oder direkt beim Produzenten auf dem Bauernhof

Durch den Erwerb regionaler Produkte bauen Sie eine Verbindung zu den Lebensmitteln auf: woher sie stammen, wie sie angebaut bzw. gehalten wurden usw… Vielleicht legen Sie sich einen eigenen kleinen Garten mit einem Gewächshaus an, in dem Sie das ganze Jahr über Gemüse anbauen können.  

E

Es geht darum, sich mit der Herkunft unserer Lebensmittel auseinandersetzen. Die meisten Kinder antworten auf die Frage, woher unsere Lebensmittel stammen: „Aus dem Supermarkt.“ Dies ist definitiv die falsche Richtung. 

4. Saisonal Essen – Mit den Jahreszeiten ernähren

Essen Sie, was gerade Saison hat: Unser Körper ist nicht darauf ausgelegt, bestimmte Lebensmittel das ganze Jahr über zu verwerten.

Auch wenn im Supermarkt zu jeder Jahreszeit Erdbeeren erhältlich sind, haben die Früchte doch nur wenige Monate Saison – und die ist garantiert nicht im Winter.

Natürlich ist es manchmal schwer, auf bestimmte Produkte zu verzichten, die man sehr mag. Doch wenn Sie verstehen, welcher Sinn und Zweck dahinter steckt, fällt es Ihnen bestimmt leichter zu essen, was gerade Saison hat.

5. Raffinierter Zucker und Böse Fette

Meiden Sie raffinierten Zucker und gehärtete Fette: Sollten Sie immer noch abgepackte Lebensmittel oder Konservendosen verwenden, ist es Ihnen nahezu unmöglich, raffinierten Zucker und gehärtete Fette zu meiden.

Das sind nämlich zusammen mit raffiniertem Getreide die Hauptzutaten industriell gefertigter Lebensmittel.

Halten Sie sich von diesen Produkten fern. Dies kommt nicht nur Ihrer Gesundheit zugute, sondern sendet auch ein Signal an die Hersteller, dass Sie nicht länger kaufen werden, was diese anbieten.

6. “Fettarm” ist Marketing

Kaufen Sie keine Produkte, die als „fettarm“ deklariert sind: Dieser Punkt bereitet vielen Menschen, die sich gesund ernähren wollen, Probleme. Das liegt daran, dass wir mit der „Anti-Fett-Propaganda“ groß geworden ist und sie tief in uns verinnerlicht haben.

Den Prozess verstehen
Wird bestimmten Lebensmitteln Fett entzogen, muss dieses durch irgendetwas ersetzt werden. Normalerweise werden den Produkten dann Zucker, gesundheitsschädliche Zusatzstoffe und andere Füllstoffe zugesetzt, die unser Körper nicht benötigt.

Derartige Lebensmittel enthalten nun zwar kein Fett mehr, dafür jedoch jede Menge ungesunder Ersatzstoffe, die Sie garantiert nicht essen wollen.

7. Rohmilch anstatt Pasteurisiert

Stellen Sie auf Rohmilchprodukte um: Seit Jahrzehnten trinken wir pasteurisierte und homogenisierte Milch. Diese Verfahrensweisen wurden einst entwickelt, um ein sicheres Produkt für uns Verbraucher anzubieten.

Mit Einsetzen der Fettphobie wurde der Milch zusätzlich Fett entzogen: die fettarme bzw. fettfreie, pasteurisierte und homogenisierte Milch war erfunden (klinkt irgendwie schon nicht ganz richtig, oder?). 

Entscheiden Sie sich künftig für Rohmilchprodukte. Diese enthalten viel mehr Nährstoffe. Sie werden den Unterschied auch am Geschmack bemerken, und Ihr Körper wird es Ihnen danken.

8. Gesunde Salze sind lebenswichtig

Stellen Sie auf Meersalz um: Die meisten von uns kaufen seit jeher Tafelsalz in dem Glauben, es handelte sich dabei um echtes Salz. Leider ist dies nicht der Fall.

Echtes Salz stammt aus natürlichen Quellen und enthält viele wichtiger Mineralien. Dieser hohe Mineralstoffgehalt lässt das Salz auch nicht mehr weiß erscheinen! 

Lieber echtes Meersalz oder Himalaya-Salz verwenden.

9. Fermentierte Lebensmittel für den Darm

Mit dem Verzehr einer kleinen Portion fermentierter oder kultivierter Nahrung zu jeder Mahlzeit, leisten Sie einen wichtigen Beitrag zu einem gesunden Darm.

Fermentierte Lebensmittel verbessern die Verdauung, regen den Stoffwechsel an, tragen zum Ausgleich des Blutzuckerspiegels bei und stärken die Immunabwehr.

Zu diesen Lebensmittel gehören:

  • Kombucha (fermentierter Tee),
  • Kefir (fermentierte Milch),
  • Sauerkraut (fermentierter Kohl),
  • eingelegte Gurken (fermentierte Gurken),
  • Rohmilch (insbesondere Ziegen- und Schafsmilch),
  • vollfetter Rohkäse (insbesondere Ziegen- und Schafskäse)
  • vollfetter Naturjoghurt.

Falls Sie sich vegetarisch ernähren, stehen Ihnen zur Auswahl:

  • Tempeh (fermentierte Sojabohnen)
  • Miso (fermentierte Sojabohnen, Gerste oder Vollkornreis mit Koji-Pilzen)
  • Natto (ein japanisches Gericht aus fermentierten Sojabohnen) .

10. Gesunder Schlaf – Eckpfeiler der Gesundheit

Schlafen Sie ausreichend: Jeder Mensch ist anders und benötigt unterschiedlich viel Schlaf, meistens jedoch zwischen sieben und neun Stunden jede Nacht. Manche Menschen brauchen mehr, andere weniger.

Doch wie bei Lebensmitteln auch kommt es weniger auf die Menge als vielmehr auf die Schlafqualität an.

Es ist ganz entscheidend, dass Sie alle vier Schlafphasen vollständig durchlaufen.

Gerade blaues Licht lässt uns nicht gut schlafen. Dieses Licht beeinträchtigt die Bildung von ausreichend Melatonin im Körper und wirkt sich negativ auf unseren Biorhythmus aus.

11. Sport & Bewegung

Verordnen Sie sich ein Trainingsprogramm, das Spaß macht: Auch dieser Punkt hat nichts mit Ihrer Ernährung zu tun, sondern vielmehr mit Ihrem Lebensstil.

Die meisten Menschen treiben keinen Sport, weil sie der Vorstellung erliegen, dass Sport mit Qualen, Schmerzen und reichlich Schweiß in stinkenden Studios mit einem Trainer, der sie andauernd anschreit, einhergeht.

Es geht darum Freude an der Bewegung zu finden. Suchen Sie sich eine Sportart die Spass macht und zu Ihnen passt. Damit wird Bewegung keine Pflichtübung sondern eine Programmpunkt auf den sie sich jedesmal freuen. 

Wie wäre es mit Wandern, Fahrradfahren, Tennis oder jeder anderen Sportart die man mit sozialen und spielerischen Elementen verbinden kann?

Das Grundprinzip der Keto-Ernährung

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Gesunde Fette

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Protein

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Kohlenhydrate

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