Ketogen und Alkohol – Geht das?

Wer mit der ketogenen Ernährungsweise beginnt, verzichtet im ersten Moment auf eine Menge Nahrungsmittel aus dem Getreide und Weiten-Sortiment. Vor allem der Mangel an Zucker macht vielen Menschen anfangs zu schaffen. Da dürfte doch wenigstens ein Glas Alkohol hin und wieder drin liegen… oder etwa nicht?

  • Muss ich während der Ketose auf Alkohol verzichten?
  • Ist ein Glas Wein oder das Feierabend Bier noch erlaubt?
  • Wie siehts am Wochenende an der Bar aus – Long Drinks während der Ketose?

Ketogene Ernährung und Alkohol

Grundsätzlich gilt: Trotz einiger Studien zum positiven Effekt von Rotwein und gelegentlichem Konsum ist Alkohol keine Hilfe – weder beim Abnehmen, noch ernährungs-technisch.

Das bedeutet aber nicht, dass man komplett auf Alkohol verzichten muss. Schließlich soll das Leben noch etwas Spaß machen und es gibt ja noch sowas wie das soziale Umfeld. Wer also gesundheitlich keine Einschränkungen in Bezug auf Alkohol hat, kann auch in der Ketose hin und wieder ein Glas geniessen.

 

Die besten Getränke für ketogene Ernährung

Bei der Auswahl der Getränke sollten vor allem Kohlenhydrate und Zucker beachtet werden.

Viele Longdrinks zum Beispiel liefern eine Unmenge davon. Wer gerne Sangria oder Pina Coladas trinkt, sollte sich lieber neu orientieren. Diese Mixgetränke mit Fruchtsäften und zuckerhaltigen Likören sind ein Erzfeind der Keto Diät. 

1. Rotwein, Weisswein, Champagner

Selbst bei einer strengen Keto Diät lässt sich immer noch problemlos ein Glas Wein oder Champagner einbauen. Trockene Weissweine zum Beispiel haben nur ca. 0.5g Zucker pro Glas.

 

Wer eine SDK (Standard Ketogenic Diet) verfolgt, muss sich über ein oder zwei Gläser Wein überhaupt keine Sorgen machen. Bei der SDK sind bis zu 50g Kohlenhydrate als Richtwert angesehen.

Ein Glas Rotwein oder Weisswein enthalten nur ca. 3 – 5g Kohlenhydrate

Vorsicht: Dessert Weine können deutlich höhere Mengen an Zucker enthalten.

2. Bier, Light Bier und Weizen

Für leidenschaftliche Biertrinker gibt es leider schlechte Nachrichten.

Bier – egal in welcher Form – eignet sich überhaupt nicht für einen ketogenen Lebensstil.

 

Die Menge an leicht verdaulichen Kohlenhydraten in so gut wie jeder Form von Bier ist erschreckend und absolut Anti-Keto. Außerdem gibt es einen  Grund, warum Bier mit folgenden Eigenschaften und Redewendungen in Verbindung gebracht wird:

Bier wird auch “flüssiges Brot” genannt.
Auf den Namen WEIZEN-Bier muss man wohl nicht näher eingehen
Ein Bierbauch wird effektiv durch Bierkonsum hergestellt.

3. Spirituosen, Whiskey und Long Drinks

Weiter geht es mit guten Nachrichten für alle Whiskey-Fans.

Whiskey, Gin, Brandy, Vodka, Tequila, Cognac und alle anderen reinen Spirituosen enthalten 0 Kohlenhydrate und lassen sich problemlos mit Keto Diäten vereinbaren.

 

Wo man eher aufpassen muss, sind die Mischgetränke. Es macht keinen Sinn einen Vodka zu bestellen und den Rest des Glases mit Orangensaft aufzufüllen. Zucker- und fruchthaltige Mischgetränke sind tabu.

Wer einen Gin mit Tonic mischt, schießt von 0 auf 16 Kohlenhydrate pro Drink! Als Alternative bietet sich eine “Skinny Bitch” an – Gin mit Mineralwasser und ein Schuss Limone.

4. Alcopops

Alcopos sind wohl die schlechtesten Varianten, wenn es um Alkohol und Ketose geht. Die zuckerhaltigen Bomben entsprechen handelsüblichen Softdrinks was die Inhaltsstoffe angeht.

Ein Smirnoff Ice enthält beispielsweise bereits 22g Kohlenhydrate (Zucker) in einer Flache. Das entspricht 7 Würfeln Zucker pro Flasche! Mehr muss wohl im Zusammenhang mit ketogen und Alcopos nicht gesagt werden.

Die Top 5 der alkoholischen Keto-Getränke: 

Zu guter letzt gibt es ein paar Getränke die sich für Ketonianer als Favorit herauskristallisiert haben. Hier sollte für jeden Geschmack etwas dabei. Wir sagen Prost und viel Erfolg.

 

1. Trockener Martini (0g Kohlenhydrate)

2. Whiskey (0g Kohlenhydrate)

3. Skinny Bitch – Die perfekte Gin Tonic Alternative (0g Kohlenhydrate)

4. Champagner (trocken / brut) – (ca. 2g Kohlenhydrate)

5. Trockener Weisswein (ca. 2g Kohlenhydrate)

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Kritikpunkte für Alkohol in der Ketose

Je mehr Alkohol man trinkt, desto mehr verlangsamt sich der Gewichtsverlust. Sollte das Abnehmen der Hauptgrund für den Wechsel in die ketogene Ernährung sein, solltest man sich mit Alkohol zurückhalten.

Der Körper verbrennt Alkohol nämlich immer zuerst, da er am einfachsten in Energie umgewandelt werden kann.

Zudem wirkt Alkohol Appetit-anregend und man isst grundsätzlich grössere Mengen bei einer Mahlzeit.

  • Gewichtsverlust wird verlangsamt
  • Der Körper wird mit Extra-Arbeit belastet (Abbau von Alkohol)
  • Appetit wird angeregt und grössere Mengen gegessen
  • Alkohol wird deutlich schneller im Körper (nicht für alle ein Kritikpunkt)

Es gibt also einiges was man bedenken sollte, wenn man Alkohol in der Ketose genießen möchte. Vor allem die Wirkungssteigerung (Alkoholrausch) ist bei vielen deutlich spürbar, so dass an der Bar die Rechnung deutlich niedriger ausfällt als gewöhnlich. Meist hat die halbe Menge bereits identische Auswirkungen wie vor der ketogenen Ernährung.

Alkoholrausch während der Ketose

Wer in der Ketose das erste Mal grössere Mengen an Alkohol konsumiert, sollte sich in Acht nehmen. Der Körper benötigt deutlich kleinere Mengen (oft nur die Hälfte) um einen ähnlichen Alkoholrausch auszulösen.

Dadurch lässt sich an den Bars zwar eine Menge Geld sparen, aber wer versucht mit Trink-Kumpanen seine gewohnten Mengen zu konsumieren, sollte sich besser schon frühzeitig ein Taxi bestellen.

 

Willenskraft und Disziplin

Der ketogene Lebensstil erfordert eine Menge Disziplin in der Anfangsphase und es ist oft schon schwer genug im sozialen Umfeld die Umstellung durchzuziehen.

Jeder der mit Alkohol seine Erfahrungen gemacht hat kennt die Döner Buden, die am liebsten um ca. 4 Uhr morgens angesteuert werden. Die Willenskraft wird durch Alkohol deutlich gesenkt und die Chance auf Ausrutscher steigt. 

Natürlich sind Ausnahmen zwischendurch erlaubt, aber der regelmäßige Konsum in grösseren Mengen macht das Projekt ketogen Leben deutlich schwieriger als nötig.

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