MCT Öl – Das Superfood der Kokosnuss

MCT steht für Middle Chain Tryglyceride und bedeutet schnell in Energie wandelbare mittelkettige Fettsäuren.

Da natives Kokosöl schon mit einem Anteil von über 60 % an diesen Fettsäuren glänzt wird reines MCT Öl zum größten Teil daraus hergestellt.

Was ist MCT Öl?

Die mittelkettigen Fettsäuren umfassen 4 Säuren mit unterschiedlicher Menge an Kohlenstoffatomen. Dazu zählen mit 6 C die Capronsäure, mit 8 C die Capylsäure, mit 10 C die Caprinsäure und mit 12 C die Laurinsäure.

Diese Fettsäuren werden vom Blut sofort in die Leber transportiert und dort in Ketonekörper umgewandelt. Diese werden sofort zur Energiegewinnung herangezogen und nicht wie andere Fettarten als Vorrat gespeichert. Die Leber gibt bei Ihrer Arbeit diesen Fettsäuren immer den Vorrang.

Wie wird MCT Öl gewonnen?

Es kann sowohl Kokosöl als auch Palmöl für die Hydrolyse dieser gesättigten Fettsäuren verwendet werden. Beide sind natürlich reich daran. Nach der Fraktion der Fettsäuren wird die Herstellung durch Veresterung mit Glycerin vollendet. Es ist also trotz chemischen Vorgangs ein reines Naturprodukt.

Auch gibt es MCT Öle, welchen Rapsöl beigemischt wurde, um sie noch mit Omega 6 anzureichern.
Aufgrund der ohnehin schon dramatischen Abholzung der Regenwälder sollte MCT Öl aus der Kokosnuss der Vorzug gegeben werden.

Inhaltsstoffe

Reines MCT Öl aus Kokosnuss besteht zu über 90 % aus den oben genannten, gesättigten, mittelkettigen Fettsäuren.

  • 6 C die Capronsäure
  • 8 C die Capylsäure
  • 10 C die Caprinsäure
  • 12 C die Laurinsäure.

Dosierung und Anwendung

Grundsätzlich können 50 bis 100 Gramm MCT Öl täglich eingenommen werden. Wer aber zuvor noch nicht mit diesen mittelkettigen Fettsäuren in der Nahrung zu tun hatte sollte mit einer geringeren Dosierung beginnen und diese langsam steigern.

Etwa 20 Gramm pro Tag werden von vielen Herstellern und Ratgebern zu MCT Öl für die Eingewöhnungsphase empfohlen.

Bei einer höheren Dosierung kann es zu Beginn zu Nebenwirkungen wie Durchfall, Magenkrämpfen und Kopfschmerzen kommen. Am besten mit einem Teelöffel voll starten und langsam bis zu 1 – 2 Esslöffeln steigern.

Abnehmen mit MCT-Öl

Die interessanteste Wirkungsweise für die meisten Konsumenten besteht in der Hilfe zur Abnahme von überflüssigem Körperfett.

Durch die Verwendung von MCT Öl wird der Körper allgemein angeregt, Fett zur Energiegewinnung heranzuziehen und so langsam, aber sicher, der Fettanteil reduziert.

MCT ist allerdings in dieser Hinsicht kein Wundermittel. Wer seinem Organismus neben den mittelkettigen Fetten nur Zuckerhaltiges und industrielle Lebensmittel zuführt, wird keinen Erfolg auf der Waage verzeichnen.

Eine Umstellung der Ernährung und der Gewohnheiten ist auch hier unumgänglich. MCT kann aber den Prozess der Fettverbrennung befeuern.

In unterschiedlichen Studien wurde bereits festgehalten, wie MCT Öl im Zuge einer kohlehydratarmen bis ketogenen Lebensweise gepaart mit Sport den körpereigenen Fettverbrennungsmotor anwirft. (1)

Quelle: wikipedia.org/wiki/Mittelkettige_Triglyceride

Leistungssteigerung

Sportler wissen die Vorteile des MCT zur Steigerung Ihrer sportlichen Ausdauer schon länger zu schätzen. Die Einnahme des Öls vor einer Trainingseinheit erhöht das Energieniveau und lässt intensiveres Training zu.

Der vielgerühmte Bullet Proof Kaffee führt nicht nur zu einer erhöhten Leistung im Sport, sondern hilft auch in der täglichen Arbeit.

Entgegen dem Energieschub durch Zucker, hält die Energie durch MCT Öl länger an und auch die Tiefphasen nach dem Zuckerpush bleiben hier aus. (2)

Medizin, Forschung & Gesundheit

Der Großteil der Forschungen bezüglich MCT Öl passiert im Hinblick auf die Gehirnfunktionen und der Hilfe bei Epilepsie.

Alzheimer und Demenz

Die aus der mittelkettigen Fettsäure gebildeten Ketonkörper sind eine alternative Energiequelle für das Gehirn, weswegen MCT vor allem in Richtung Behandlung und Vorbeugung von Erkrankungen wie Alzheimer und Demenz erforscht wird.

Der große Vorteil der Ketone im Gehirn ist, dass sie auch bei Durchblutungsstörungen und eingeschränkter Sauerstoffzufuhr noch an ihrem Bestimmungsort gelangen und das Gehirn mit ausreichend Energie versorgen können. Auch bilden Ketonkörper keine Plaqueablagerungen in den Gefäßen.

Die Studienlage bei Menschen ist in diesem Bereich noch dünn. Aktuelle positive Ergebnisse und Hinweise auf zukünftige Einsatzmöglichkeiten gibt es bis jetzt aus der Erforschung mit Mäusen und Ratten. (3)

Epilepsie und Parkinson

In den 1920er Jahren wurde die Ketogene Ernährung in den USA als Mittel gegen Epilepsie getestet und basiert auf Erfahrungen von Mönchen, welche eine Verbesserung Ihrer epileptischen Anfälle während der Fastenzeiten notierten.

Einzelbeispiele mit großartigen Ergebnissen bis hin zu anfallsfreiem Leben gibt es einige.

Großangelegte Studien und die Erforschung der genauen Ursachen fehlen bis heute, werden aber angestrengt. Die ketogene Ernährung wird bei Epilepsie aber wieder empfohlen.

Inzwischen werden die nervenschützenden Elemente der ketogenen Ernährung und des MCT auch bei Parkinson erforscht. Neurodegenerative Erkrankungen können mit dieser Ernährung und/oder Zugabe von MCT eine ausreichende Energieversorgung des Gehirns sicherstellen helfen. (4)

Darmflora

MCT unterstützt die guten Darmbakterien und sorgt bei längerer Einnahme für ein optimales Verhältnis dieser Bakterien im Darm. So wird die Verdauung verbessert und wichtige Nährstoffe können vermehrt aus der Nahrung aufgenommen werden.

Die antibakterielle und antivirale Wirkung von MCT hilft auch gegen…

 

  • Stämme von Lungenentzündung und Harnwegsinfekten.
  • Virenerkrankungen wie beispielsweise Herpes Simplex oder Candida albicans

Diese können erfolgreich mit MCT Öl bekämpft werden. In vielen Fällen ist diese Wirkung bereits vom Kokosöl bekannt und wird damit noch verbessert.

Diabetes

Auch wenn die volle Wirkung von MCT bei Diabetes noch nicht gänzlich erforscht ist, so weiß man doch, dass eine Reduzierung von Fett vor allem an Bauch und Taille die Risikofaktoren für eine Erkrankung an Diabetes Typ 2 verhindern können.

Mittelkettige Fettsäuren helfen den Blutzuckerspiegel zu senken und einer Insulinresistenz vorzubeugen. Durch die gesteigerte Fettverbrennung unter Zuhilfenahme von MCT wird Körperfett abgebaut und in Energie verwandelt, anstatt im Blut zu kreisen und entzündliche Prozesse zu starten.

In Anbetracht der jährlich steigenden Zahl von Diabetes Patienten wird gerade in diesem Bereich vermehrt in Forschung investiert. (5)

MCT Öl kaufen

Mit der Beliebtheit und Bekanntheit des MCT Öl und seiner Hilfe bei der Fettverbrennung ist auch das Angebot an diesen Ölen gestiegen. Vor allem im Internet finden sich unzählige Webshops.

Es macht Sinn hier auf zertifizierte Anbieter zurückzugreifen, welche ihr Öl auf Basis von Kokosöl gewinnen, anstelle von Palmöl. Auch BIO-Lables und labor-getestete Öle sollten berücksichtigt werden.

MCT-Öl für Tiere

Vor allem die antibakterielle und antivirale Wirkung des MCT Öls machen es auch als Nahrungszusatz für das Haustier beliebt. Und da Veterinäre vermehrt übergewichtige Tiere behandeln, kann es auch hier zum Einsatz kommen.

Allerdings müssen dafür Leckerlis, welche ohnehin nicht tiergerecht sind, eingestellt werden. Viele Haustierbesitzer wissen die Wirkung gegen Zecken und andere Blutsauger schon aus der Verwendung von reinem Kokosöl zu schätzen.

FAZIT

MCT Öl kann eine sinnvolle Nahrungsergänzung sein, wenn man seinem Übergewicht Herr werden will und seine Gesundheit sowie Leistungsfähigkeit steigern.

Kundenberichte über Wirkung und Dosierung werden von vielen Händlern zur Verfügung gestellt, so dass Interessenten sich auch daraus weiter informieren können. Ein sanfter Einstieg mit geringen Mengen und eine intensive Selbstbeobachtung der eigenen Reaktionen ergeben Sinn.

Wirkliche Hilfe kann auch dieses Öl nur leisten, wenn die Ernährung bewusst angepasst wird. (6)

Weiterführende Links
Referenzen & Studien zum Thema MCT Öl

(1) Medium-chain triglycerides increase energy expenditure and decrease adiposity in overweight men.
St-Onge MP1, Ross R, Parsons WD, Jones PJ.
Author information
School of Dietetics and Human Nutrition, McGill University, Ste-Anne-de-Bellevue, Quebec, Canada.

(2) Effect of ingestion of medium-chain triacylglycerols on moderate- and high-intensity exercise in recreational athletes.
Nosaka N1, Suzuki Y, Nagatoishi A, Kasai M, Wu J, Taguchi M.
Author information
The Nisshin OilliO Group, Ltd., Yokosuka, Kanagawa, Japan. n-nosaka@nisshin-oillio.com

(3) Can ketones compensate for deteriorating brain glucose uptake during aging? Implications for the risk and treatment of Alzheimer’s disease.
Cunnane SC1,2,3, Courchesne-Loyer A1,3, St-Pierre V1,3, Vandenberghe C1,3, Pierotti T1,4, Fortier M1, Croteau E1, Castellano CA1.
Author information
-Research Center on Aging.
-Departments of Medicine.
-Pharmacology and Physiology, Université de Sherbrooke, Sherbrooke, Québec, Canada.
-Department of Biology, Bishop’s University, Sherbrooke, Québec, Canada.

(4) Efficacy of dietary treatments for epilepsy.Neal EG1, Cross JH.
Author information
Neurosciences Unit, Institute of Child Health, London, UK. l.neal@ich.ucl.ac.uk

(5) Dietary substitution of medium-chain triglycerides improves insulin-mediated glucose metabolism in NIDDM subjects.
Eckel RH1, Hanson AS, Chen AY, Berman JN, Yost TJ, Brass EP.
Author information
Department of Medicine, University of Colorado Health Sciences Center, Denver 80262.

(6)R. Meier et al.: ESPEN Guidelines on enteral nutrition: pancreas. In: Clinical Nutrition. 25, 2006, S. 275–284, doi:10.1016/j.clnu.2006.01.019.
M Adler, H. Anemüller: Über Verträglichkeit und Auswirkungen neuer mit essentiellen Fettsäuren angereicherten MCT-Diätfetten einschließlich der Ergebnisse einer Pilotstudie. In: ZÄN. 38(3), 1997, S. 167–178
G. Wolfram: Sind MCT-Fette die Fettsensation? In: Ernährungsumschau. 10. Dezember 2001, S. 12.

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