Gerstengras – Wirkung & Anwendung der Heilpflanze

Gerstengras beziehungsweise die Gerste gehört zur Gattung der Gersten (Hordeum) und zählt zu den Süßgräsern (Poaceae). Seit langer Zeit gilt die Getreideart als Heilpflanze und beinhaltet eine ganze Reihe Nährstoffe.

Die Pflanze ist eine weltweit geläufige und beliebte Getreideart und ist seit Urzeiten als Lebensmittel bekannt. Ursprünglich stammt das Gerstengras von der Wildgerste ab. Die Gerste kann bis zu 1,2 Meter groß werden und besitzt einen aufrechten, markanten Halm. Blattöhrchen und Blattscheide umschließen den Halm gar vollständig. Eine weitere Eigenschaft ist das etwas gezähnte Blatthäutchen, was bis zu 2 Millimeter lang sein kann.

Herkunft des Gerstengras

Ursprünglich kommt die Gerste aus dem Balkan und Orient und wurde bereits vor über 8000 angebaut. Zu früheren Zeit galt die Gerste als Grundnahrungsmittel.

Heutzutage ist Gerstengras sowohl bei Hobbygärtnern als auch bei Großbauern zu finden und wächst auf kleinen Anbauflächen und großflächigen Äckern. Auch verwildertes Gerstengras gibt es gelegentlich.

Nährstoffe & Inhaltsstoffe

Gerstengras besitzt auffallend viele Nährstoffe und ist in der gesundheitsbewussten Ernährung sehr gefragt. Den Inhaltsstoffen wird eine heilende Wirkung nachgesagt, die teilweise mit wissenschaftlichen Studien belegt ist.

Es beinhaltet antioxidative Enzyme sowie Chlorophyll und wird vorbeugend, zur Heilung sowie zur Aufwertung von Lebensmitteln eingesetzt.

Besonders relevant ist die hohe Dichte an Nährstoffen. Im Gerstengras vereint sind:

  • Mineralstoffe
  • Vitamine
  • Enzyme
  • Spurenelemente

Nebenbei beinhaltet die Pflanzenart sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide sowie Faser- und Ballaststoffe. Das Gesamtpaket der gesunden Inhaltsstoffe macht das Naturprodukt so überaus beliebt.

Zudem ist es ist ein wahrer Energielieferant und kommt häufig bei der Zubereitung von Smoothies und Eiweißshakes zur Anwendung. Ferner kommt es als ergänzendes Lebensmittel zur Nahrung, Booster im Leistungssport oder während der Reonvaleszenz zum Einsatz.

Nährwert, Vitamine & Aminosäuren

Im Gerstengras sind viele wichtige Mineralien und Spurenelemente enthalten.

Mangan, Calcium, Selen, Kalium, Natrium und Magnesium sind unerlässlich und kommen in der Pflanzenart in üppiger Menge vor. Nebenbei ist im Gerstengras Kupfer, Schwefel und Kobalt enthalten.

Übrigens: Rund 5-mal mehr Eisen als Brokkoli oder Spinat bringt das Gerstengras auf den Teller beziehungsweise in das Smoothie-Glas. 

Vitamine

Anders als bei vielen Lebensmitteln, enthält das Gerstengras einen relativ hohen Gehalt an Vitamin B12. Zudem befinden sich weitere Vitamine darin, die erwähnenswert sind.

Weitere enthaltene Vitamine:

 

  • Vitamin B3
  • Vitamin B5
  • Vitamin B6
  • Vitamin B9
  • Vitamin C
  • Vitamin E
  • Vitamin K

Aminosäuren im Gerstengras

Aminosäuren sind bei wichtigen Prozessen des Körpers beteiligt und sind jene Bestandteile, aus denen Proteine bestehen. Essenzielle Aminosäuren produziert der Organismus nicht selbst und müssen über die Nahrung aufgenommen werden.

Folgende essenzielle Aminosäuren sind im Gerstengras enthalten, ergänzt mit essenziellen Aminosäuren:

  • Leucin
  • Lysin
  • Isoleucin
  • Methionin
  • Threonin
  • Phenylalanin
  • Tryptophan
  • Valin

 

Gerstengras in der Medizin

Viele Ernährungsfreunde schwören auf das Gerstengras und deren Heilungskräfte. Daher entwickelte sich aus der Pflanzenart ein regelrechter Boom und das auch zurecht;

Gerstengras soll das Immunsystem stärken und zum allgemeinen Wohlbefinden beitragen.

Ferner ist die Getreideart ein gutes Mittel gegen Stress, unreine Haut und brüchige Fingernägel.

Heilende Wirkung des Gerstengras

Dank der heilenden Wirkung, kommen die Gräser bei Magen-Darm-Beschwerden zum Einsatz und sollen eine positive Wirkung bei Diabetes besitzen. Auch bei Kuren und Diäten kommt Gerstengras vermehrt zum Einsatz und ist dabei ein wesentlicher Lieferant von Nähr- und Vitalstoffen. (1,4)

Haut und Haare

Wichtige Inhaltsstoffe wirken sich positiv auf Haut und Haare aus. Poröses Haar kann vermindert werden. Ebenso schützen Inhaltsstoffe die Haut vor einem unreinen Teint oder können diesen verbessern. 

Schilddrüse

Gerstengras kann keine Erkrankung der Schilddrüse heilen, allerdings den gesamten Organismus mobilisieren und sich somit heilend auf die Schilddrüsenfunktion auswirken.

Cholesterinwert

Patienten mit schlechten LDL-Cholesterinwerten können von einer cholesterinsenkenden Eigenschaft profitieren. Ob die Einnahme von Gerstengras hilfreich ist, entscheidet der Einzelfall und ist vom allgemeinen Gesundheitszustand abhängig. 

Stoffwechsel

Die Nährstoffdichte spricht eindeutig dafür, dass Gerstengras den Stoffwechsel in Schwung bringt und sich dadurch auf das allgemeine Wohlbefinden und die Fitness auswirkt. 

Säure-Basen-Haushalt

Gerstengras kann den Säure-Basen-Haushalt in das Gleichgewicht bringen. Ferner können Nährstoffe dazu beitragen, das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern und dadurch stressbedingte Übersäuerung vorbeugen. 

Darm

Gerstengras wirkt sich wohltuend auf den Magen- und Darmtrakt aus und kann Beschwerden lindern. Das Ergebnis ist eine erholte Darmflora. Ferner stellen die Inhaltsstoffe einen natürlichen Schutz gegen Blähungen dar. 

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Risiken & Nebenwirkungen

 

Nebenwirkungen sind bei der Einnahme von Gerstengras eher selten, aber durchaus möglich. Besonders bei Unempfindlichkeiten kann es zu einigen Reaktionen wie…

  • Durchfall,
  • Blähungen,
  • Übelkeit und Erbrechen kommen.

Daher ist zu Beginn die Dosis mit Vorsicht zu genießen, um mögliche Unverträglichkeiten frühzeitig feststellen zu können.

Chronisch kranke und ältere Menschen sollten besonders vorsichtig vorgehen, damit sich der Organismus langsam an das bislang ungewohnte Lebensmittel gewöhnen kann.

Sehr häufig treten allerdings keinerlei Nebenwirkung auf.

Einnahme & Dosierung

Gerstengras ist als unterschiedliche Gerstengras-Produkte erhältlich. Neben dem allzeit bewährten Gerstengraspulver, gibt es ebenso Presslinge oder Kapseln im Handel. Alle Gerstengras-Produkte lassen sich relativ gut dosieren und sind in praktischen Packungsgrößen zu bekommen. Besonders beliebt ist der Gerstengrassaft.

Es kommt ganz darauf an, in welcher Form das Gerstengras einem selbst bekommt. Wer keinen Saft trinken möchte oder sich keinen Shake mixen mag, kann alternativ auf die Wirkung von leicht dosierbaren Presslingen setzen oder Gerstengraspulver im Ernährungsplan mit aufnehmen.

Mögliche Gerstengras-Produkte

  •       Pulver
  •       Saft
  •       Kapseln
  •       Samen

Die richtige Dosierung ist das Wichtigste überhaupt. Dabei gilt wie häufig; alles in Maßen und nicht in Massen. Auf den frei käuflichen Produkten sind die Dosierhinweise auf der Verpackung zu finden sowie Hinweise zur Einnahme. Je nach Art des Produktes kann die Dosierung unterschiedlich ausfallen.

GERSTENGRAS & KURKUMA

Auch die Kombinationsart Gerstengras und Kurkuma oder anderen “Superfoods” ist beliebt und zum Beispiel als Direktsaft Granulat auf dem Markt zu bekommen.

Gerstengras Presslinge

Presslinge sind zu Tabletten geformtes Gerstengraspulver. Dank der guten Dosiermöglichkeiten und der praktischen Aufbewahrung, sind Presslinge für die regelmäßige Anwendung ideal. Ganz gleich welches Packungsgröße, Presslinge sind handlich und kompakt verpackt, vor Umwelteinflüssen geschützt und allzeit für die Anwendung bereit. Eine aufwändige Vorbereitung ist nicht erforderlich.

Gerstengraspulver in Pulverform

Gerstengraspulver ist verwertetes Gerstengras in Pulverform. Gewonnen wird das Pulver aus jungen Gerstengras-Pflänzchen. Nachdem die Pflanze mindestens 10 Zentimeter oder mehr erreicht hat, wird diese geerntet. Nach der Trocknung wird das Gerstengras pulverisiert und in luftdichten Beuteln verpackt. Gerstengraspulver ist direkt für die Anwendung bereit und in unterschiedlichen Packungsgrößen zu bekommen. (1,2)

Gerstengras für Tiere

 

Für Pferde 

Gerstengras-Pellets sind eine gute Ergänzung in der modernen Pferdehaltung.

Wertvolle Inhaltsstoffe machen die Pellets zum wahren Power-Food für das Pferd, wirken sich durchaus ausgleichend auf das Nervenkostüm aus und stärken das Immunsystem.

Auch nach Erkrankungen kommen Gerstengras-Pellets als eine Art Kur zur Anwendung und unterstützen die Rehabilitationszeit.

Gerstengras in Futterform für Pferde enthält wichtige Aminosäuren und stärkt die Vitalität bei Freizeit- und Sportpferden.

Allerdings ist zu bedenken, dass Gerste eher schlechter vom Dünndarm verwertet werden kann als zum Beispiel Hafer oder Mais.(7)

Für Hunde

Natürliches Gerstengraspulver wird als Ergänzungsfuttermittel für Hunde verwendet.

Der Energielieferant ergänzt die Fleischrationen und liefert wichtige

  • Mikronährstoffe
  • Vitamine
  • Mineralien

Dank der heilenden Wirkung, kann Gerstengraspulver bei Magenreizungen und Übersäuerung gute Erfolge erzielen. Des Weitere kann die altbewährte Pflanzenart Mangelerscheinungen des Vierbeiners vorbeugen.

Besonders zur Aufwertung des Futters hat sich Gerstengras bewährt und trägt zur allgemeinen Gesundheit bei. (8)

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Kritik und Bedenken

Das Gute der Pflanzenart sind sicherlich die Vitamine und hohe Nährstoffdichte, jedoch kann der Genuss auch unerwünschte Auswirkungen mit sich bringen.

So kann man sich mit dem verarbeiteten Gerstengras zum Beispiel Umweltgifte oder Pestizide einfangen oder dem Organismus ungewohnte Ballaststoffe zumuten, die unter Umständen nur schwer zu verdauen sind.

Beim Kauf sollte vor allem Wert auf BIO-Produkte gelegt werden. Und trotz der vielen guten Eigenschaften: Eine Wunderpflanze ist auch das Gerstengras letztendlich nicht.

Wissenschaft und Erfahrungen mit Gerstengras

Der japanische Arzt und Wissenschaftler Dr. Yoshihide Hagiwara hat sich intensiv mit der Wirkung von Gerstengras befasst und entdeckte den unglaublichen Gehalt an wertvollen Nährstoffen und berichtete während seiner Forschungsarbeiten von der Besserung bei Verdauungsproblemen, Hauterkrankungen, Diabetes, hohem Blutdruck und Erschöpfungszuständen.

Auch auf chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wurde das Gerstengras wissenschaftlich untersucht und konnte gute Erfolge vorweisen. Ebenso kann Gerstengras vor Gefäßerkrankungen schützen, was eine weitere Studie preis gibt. (5,6)

Gerstengras ist wohl auf der ganzen Welt bekannt und es liegen reichlich Erfahrungen bezüglich dem Verzehr als Heilpflanze vor. Sehr viele Erfahrungen deuten auf eine positive Wirkung hin und sprechen von einer Verbesserung der Beschwerden.

Besonders bei Interessierten, die Naturprodukte befürworten, steht das Gerstengras häufig weit oben auf dem Ernährungsplan.

Selber anbauen – So wird Gerstengras hergestellt?

Gerstengras zu pflanzen ist nicht sonderlich schwer und durchaus im eigenen zu Hause möglich.

Ebenso kann man gar täglich sehen, wie das Gerstengras gedeiht. Die gesamte Prozedur, von der Vorbereitung bis zur Ernte, dauert nur circa 10 Tage.

Auf dem Acker sieht die Herstellung ähnlich aus, allerdings in Großformat.  Es reicht prinzipiell schon aus, die Körner einzusäen und den Wachstumsprozess mit der passenden Bewässerung in Gang zu setzen. Ist das Gerstengras nach kurzer Zeit herangereift, so ist es für die Ernte und Weiterverarbeitung fertig.

Fazit zum Gerstengras als Lebensmittel

Die reichhaltigen Nähr- und Vitalstoffe machen das Gerstengras zu einem gesunden Allrounder unter den Lebensmitteln. Jeder Organismus benötigt eine gute Portion Energie, die über eine ausgewogene Nahrung aufgenommen wird.

Das Gerstengras liefert dazu einen wichtigen Beitrag und füllt den Körper mit wertvollen Inhaltsstoffen auf.

Besonders der Eisengehalt hat es in sich und übersteigt sogar den Eisenanteil von Spinat. Doch auch weitere Nährstoffe machen das Gerstengras zum Genussprodukt für die Gesundheit.

Weiterführende Links
Referenzen & Studien zum Thema Gerstengras
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